Gelesen: Finde dein Licht

finde dein lichtEndlich einmal ein bodenständiges, ehrliches und authentisches Engelbuch, das mich überrascht und zutiefst beglückt hat.

Friederike Raths „Finde dein Licht – Mit den Engeln zu dir selbst, zu Heilung und zu deinem Seelenplan“ beschreibt authentisch und sehr bodenständig, wie man Kontakt mit seinen Engeln herstellen kann. Gefallen haben mir auch die Äußerungen über andere spirituelle – oft selbsternannte Gurus – die ihren Klienten und Lesern immer nur den erhobenen Zeigefinger zeigen im Sinne von „tu dies nicht oder tu das nicht, nur wenn du es so machst, wie ich dir sage, wirst du Erleuchtung, Frieden, Liebe etc. erfahren“. Das Buch ist also auch für die Zweifler unter uns oder auch für diejenigen, die schlechte Erfahrunge im spirituellen Bereich gemacht haben ein wahrer Segen.

Die Autorin sieht sehr liebevoll und freundlich aus auf dem Foto im Innenteil des Covers. Wie gesagt, sie hat die nötige Bodenhaftung!

Nur wer bei sich selbst anfängt, sich selbst heilt und sich in den Spiegelungen des Alltags sinnvoll und lehrreich weiterentwickelt, ist der Selbstheilung fähig. Wir haben alles in uns. Andere Menschen können uns lediglich auf den Weg helfen, mit den richtigen Worten zur richtigen Zeit, es gibt so viele empathische und intuitive Wegweiser auf dieser Erde, man muss es halt nur zulassen und auch wollen. Denn unsere Schatten sind nicht immer angenehm. Wir alle schleppen jede Menge Ballast mit uns herum …

Meine Oma – eine wirklich weise Seele – hat immer gesagt, wenn jeder vor seiner Haustür kehren würde, wäre es eine wundervolle Welt, das Paradies auf Erden. Aber wie oft regen wir uns über andere auf, lästern hier, bewerten da, machen hier eine Schublade auf. Frieden beginnt bei uns selbst! Also nutzt den Frühling nicht nur zum Saubermachen eurer Wohnung bzw. eures Hauses, sondern klärt auch euer Innerstes. Und lest dabei auch unbedingt das Buch von Frau Rath 😉 …

Es ist ein Juwel unter den vielen Engelbüchern, es schreibt nichts vor, es ist einfach (da), wie eine gute Freundin, eine warme Decke, eine leckere Tasse Tee!  Das Buch hat mein Herz berührt, gewärmt und mich wieder ein Stück weiter gebracht auf meinem Weg! Das tut gut! Die Übungen darin sind leicht nachvollziehbar und verblüffend einfach. Die Urzl-Methode ist sehr wirksam, um Blockaden aller Art zu lösen, zu klären und den Weg frei zu machen für neue Wege! Wellness für die Seele sozusagen!

Fazit: Für alle, die Engel lieben,  für mich derzeit das beste Engelbuch auf dem Buchmarkt, weil ehrlich, einfühlsam und bodenständig, man muss nicht fliegen und nicht vegan leben um mit diesem Buch zu arbeiten ;-). Seid einfach ihr selbst! Und macht euch keine Gedanken, was die anderen möglicherweise über euch denken könnten – ist doch egal, Hauptsache ihr seid glücklich ;-)!

Für alle, die erst einmal im Buch stöbern möchten, findet sich auf der Webseite des Ansata Verlages eine Leseprobe!

Noch etwas:  Ich liebe Tiere aus tiefstem Herzen, aber was ich nicht mag ist, wenn man mir vorschreibt, was ich wann zu essen habe. Wenn ich Lust auf ein Schnitzel habe, dann esse ich eines. Schließlich essen Tiere ja auch Tiere und denken nicht darüber nach, ob sie nun möglicherweise eine arme wehrlose Seele essen. Das ist einfach alles nur eine große Eso-Show, lasst euch nicht erzählen, dass ihr dann bessere Schwingungen habt. Hört auf euren Körper, wenn der Lust auf Fleisch hat, dann esst Fleisch. Ihr seid deswegen keine bösen Menschen. Es ist einfach der Lauf der Natur und der Dinge! Leben und leben lassen und wie gesagt, immer schön vor der eigenen Türe kehren! Jeder wie er mag! Lesetipp hierzu: „S.P.O.N. – Helden der Gegenwart: Die Bahn bremst auf Schweinen“ von Silke Burmester auf Spiegel online .

Noch eine Anekdote: Eine Freundin erzählte mir einmal, dass sie an einem spirituellen Seminar teilgenommen, in dem der Seminarleiter den Teilnehmern auch erzählte, dass sie nur mit vegetarischer Kost eine hohe Schwingung erzielen können. In der Mittagspause aß genau dieser Seminarleiter ein ordentliches Schweineschnitzel! Soviel dazu! Schaut genau hin!

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Drucksache! von Jenny McCabe

Drucksache„Drucksache! 35 Lieblingsstücke zum Selbermachen für jedes Zuhause“ von Jenny McCabe ist ein tolles, sehr inspirierendes Buch. Es macht Lust, sofort mit dem Drucken loszulegen und mit einigen Utensilien aus Küche und Haushalt scheint das auch sofort möglich zu sein.

Das hochwertig ausgestattete Buch ist wunderschön und übersichtlich aufgemacht, mit vielen zauberhaften und lustmachenden Fotos. Die Anleitungen sind sehr ausführlich beschrieben und mit Bildern unterlegt. So kommt man einfach und schnell zum ersten eigenen Druckwerk. Ich muss gestehen, ich habe es noch nicht selbst ausprobiert, aber ich werde es tun, und dann österlich losdrucken. Ich habe viele Inspirationen durch das Buch gewinnen können und mir auch einige eigene potentielle Druckdesigns ausgedacht und skizziert …

Fazit: Mal was anderes und warum nicht selbst alle möglichen Materialien bedrucken? Das macht bestimmt viel Spaß, erinnert mich an die Jahre des Kartoffeldruckes in Grundschulzeiten 😉 … Auch der Zick-Zack-Hocker spricht mich voll an und zufällig habe ich einen hier irgendwo in der Ecke herumstehen 😉 …

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Gelesen: Lieber Mr. Salinger von Joanna Rakoff

lieber mr. salingerFrisch von der Uni nimmt  die noch jugendlich-naive Joanna Rakoff  mit 23 Jahren ihren ersten Job in einer bekannten Literaturagentur als Assistentin an. Dort ist sie u.a. dafür zuständig, Brief zu beantworten, die an einen Autor namens Jerry geschickt werden, der niemand anderes ist als J.D. Salinger persönlich. Das Buch „Lieber Mr. Salinger“ von Joanna Rakoff ist keine fiktive Geschichte, Joanna hat dies alles so erlebt.

Joanna geht es wie vielen Menschen: Sie kennen J.D. Salinger aber nicht jeder hat seine Bücher gelesen. Und so beginnt sie, alle Bücher des weltberühmten Autors, mit dem sie auch telefoniert, zu lesen.

Die Literaturagentur wirkt etwas altertümlich, auf Computer wird weitgehend verzichtet, erst zum Ende der Geschichte hin werden Computer angeschafft. Der Aufbau der Geschichte folgt den vier Jahreszeiten, was ich auch ein schönes Bild finde … Vom Erblühen zur Ernte: Joanna entwickelt sich stetig weiter während ihrer Tätigkeit und reift auch innerlich durch die Beschäftigung mit den Leserbriefen an den große J.D. Salinger heran. Wie ein Schmetterling.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, wenn es auch sehr amerikanisch geschrieben ist und diese ewige Coming-of-Age-Geschichte, die auch von Regisseuren sehr gerne verfilmt wird manchmal etwas nervt, das Leben ist nun mal Entwicklung und Reifung, deshalb passt es schon. Es ist eine klare Empfehlung für jeden Bücherliebhaber und Möchtegern-Schriftsteller. Es ist eine spannende Zeitreise in die Welt der Bücher vor der Digitalisierung und ein interessanter Einblick in die Arbeit von Literaturagenten. Es ist so lässig geschrieben und man spürt förmlich den Zeitgeist beim Lesen. Auch das ständige Gequalme der Agenturmitarbeiter – herrlich Retro ;-)! Im Kopf hatte ich als Joanna Schauspielerinnen wie Audrey Hepburn und Doris Day 😉 …

Das Cover ist in einem frischen, luftigen Blau und passt hervorragend zum Inhalt. Joanna Rakoff hat vor dem Beginn der digitalen Revolution ihren Assistentinnenjob ausgeübt und noch  – wie damals üblich – alles mit einer elektrischen (immerhin) Schreibmaschine getippt. Es passt zu ihrem Jahr in der Literaturagentur, denn durch die dort gemachten Erfahrungen, die ihr Flügel verliehen haben 😉 und sie es endlich schafft, sich von all den fremden Erwartungen um sie herum loszulösen und das zu tun, was sie schon immer machen wollte: Schreiben!

Fazit: Unbedingt lesen und Salingers  „Fänger im Roggen“ am besten dazu …!

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Gehört: Der kleine Drache Kokosnuss – Expedition auf dem Nil

kokosnuss nil cdEin neues Abenteuer mit dem kleinen Drachen Kokosnuss und seinen wundervollen Freunden Mathilda und Oskar: Der kleine Drache Kokosnuss – Expedition auf dem Nil. Wie der Titel schon verrät, reisen die drei Freunde  diesmal mit dem Laser Phaser zurück ins alte Ägypten. Und dort erleben sie jede Menge Abenteuer, treffen einen Löwen, den Pharao und weitere lustige Gesellen … Und natürlich helfen sie auch wieder mit Witz und Charme einem nubischen Jungen bei der Befreiung seines Vaters … Ein neues, tolles Abenteuer von unseren liebsten Stars 😉 …

Das Hörspiel ist wundervoll eingelesen von Philipp Schepmann, es ist ein lustiges Abenteuer in gewohnter Kokosnuss-Manier! Die Abenteuer des kleinen Feuerdrachen sind einfach immer super lustig und Herr Siegner scheint ja noch jede Menge Abenteuer in petto zu haben ;-). Zum Glück!

Der kleine Drache Kokosnuss hat einen festen Platz in unserem Bücher- und CD-Regal und ist auch gerade für die lieben Jungs ein wundervoller Lese-Anreiz ;-).

Fazit: Für alle Kokosnuss-Fans ohnehin ein Muss, für alle, die den kleinen Feuerdrachen und seine wundervollen Freunde noch nicht kennen ein tolles Geschenk – gerade und besonders für Jungs ;-)!

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Rein ins Vertrauen!

Rein ins Vertrauen„Rein ins Vertrauen – Wie wir jede Welle nehmen“ von Karen Christine Angermayer ist ein wundervolles, mutmachendes und vertrauenserweckendes Buch, das ich nur empfehlen kann. Denn genau daran mangelt es vielen uns von: An Vertrauen in uns selbst, Vertrauen an eine höhere Instanz, Vertrauen in das Gute der Menschen, Vertrauen in die Liebe, etc.

Dieses Buch tut genau so gut wie ein Gespräch mit der besten Freundin, es macht Mut, schenkt Vertrauen und ist so liebevoll und positiv geschrieben, dass man es immer bei sich tragen möchte ;-). Auch das ist kein Problem – jedenfalls nicht für uns Frauen, die wir ja meistens eine Handtasche dabei haben … Leider werte Herren, wird es nicht in die Hosentasche passen … ;-).

Frau Angermeyer schildert viele persönliche Erfahrungen, in denen sie sich vertrauensvoll dem Leben hingegeben hat und es auch immer gut ausging … Blicken wir doch mal in unserer Biografie zurück: So schlimm wie wir uns manche Dinge vorgestellt und ausgemalt haben, ist es doch nie geworden.

Drei große Themen sind in dem Buch ausführlich dargestellt – die großen 3 sozusagen – Liebe, Geld, Körper. Untermalt werden die Erfahrungen und Erlebnisse der Autorin mit positiven Affirmationen.

Ich kann das Buch auf jeden Fall uneingeschränkt empfehlen, es tut gut es zu lesen und dann und wann schleicht sich ein zufriedenes Lächeln ins Gesicht ;-)!

Fazit: Für alle, die den Mut und das Vertrauen verloren haben, an sich zweifeln, an anderen zweifeln und überhaupt für alle, die in diesem Leben etwas über sich lernen möchten. Mut tut gut ;-), wie gesagt Zauberwort lautet: „machen“. Und: Vertrauen!!!!!

Auf der Webseite des Verlages gibt es u.a. auch eine Leseprobe zum ersten reinstöbern!

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Helle Helle: Färseninsel

FärseninselIch bin ja ein großer Fan von Helle Helle. Sie schreibt zwar sehr reduziert und nüchtern über scheinbar alltägliches, aber genau darin liegt ihre Kraft. Ihr Stil ist auf keinen Fall banal zu nennen. Eher minimal ;-). Keine stilistschen Experimente, keine dramaturgischen Wendungen auf höchsten Niveau, das darf man von Helle Helles Schreibkunst nicht erwarten. Ihre Kunst besteht aus nüchternem Minimalismus und das muss man auch erst mal schreiben können ;-).

Dementsprechend beginnt ihr neues Buch „Färseninsel“ mit einem minimalistisch kurzen Satz:

„Ich suche einen guten Ort, um zu weinen.“

Bente heißt die Unbekannte, die eines Tages an einer Bushaltestelle in einem Küstenort auf einer Bank sitzt und weint. Ein Paar kommt vorbei, John und Putte, die Bente mitnehmen zu sich nach Hause, denn es steht ein Orkan bevor und der nächste Bus fährt erst am nächsten Tag.Die beiden kümmern sich liebevoll um Bente, fragen nicht nach deren Vergangenheit und warum sie weinend auf der Bank sitzt. Und genau das könnte den ungeduldigen Leser stören und könnte ihn dazu bringen, entweder rasch vorzublättern und den Grund in Erfahrung zu bringen oder ganz das Buch zur Seite legen. Wie gesagt bei Helle Helle benötigt man etwas Durchhaltevermögen, das sich in diesem Fall durchaus lohnen kann. Aber man muss sowas mögen. Für Leser, die offen für Neues sind, könnte das Buch ein Gewinn sein. Für ungeduldige Mainstream-Leser ist das Buch absolut nicht das richtige. Wie gesagt, muss man mögen. Wenn ihr neugierig seid, probiert es einfach mal aus 😉 …

Mir hat die Geschichte gut gefallen. Wie gesagt, wer dänische Literatur schätzt oder Helle Helle gerne liest, kommt an diesem Buch nicht vorbei, auch wenn es dann und wann etwas zäh dahinplätschert, es ist halt Helle Helle 😉 …

Gefallen hat mir auch das Cover, passt zur Nüchternheit der Geschichte. 😉

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Die Kraft der inneren Bilder nutzen

Die Kraft der inneren Bilder nutzenDas Buch „Die Kraft der inneren Bilder nutzen“ von Prof. Dr. Thomas Kretschmar und Martin Tzschaschel zeigt, wie man seelische und körperliche Gesundheit durch Imagination erreichen kann. Es ist ein sehr interessant und leicht lesbares Buch, in das mich sich gut vertiefen kann … Darin finden sich viele Fallbeispiele, wie man mit der Kraft der inneren Vorstellungskraft sich selbst heilen kann, Dinge positiv sehen kann und sich selbst einfach auch kreativ helfen kann.

Die Kathathym-Imaginative Psychotherapie (KIP) ist eine der neueren Therapieformen, in der mit inneren Bildern und der Tagtraumtechnik gearbeitet wird. Die Autoren erklären ausführlich, wie diese Technik funktioniert, was sie bewirkt und im vorderen Teil auch wie es dazu kam. Das ganze liest sich wie gesagt sehr interessant, wer taucht nicht gerne ein in die inneren Bildwelten? KIP kann gut eingesetzt werden bei akuten Krisen, Burnout, Ängsten, Phobien, Zwängen, Verhaltensstörungen und Traumata. Das Buch ist auch für Laien und interessierte Angehörige von psychisch Kranken mit den oben aufgeführten Störungen ein Lesegewinn, es ist leicht verständlich und wirklich hochinteressant. Ich werde es auf jeden Fall weiterempfehlen!

 

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Schönes Wochenende

Die nächste drei Tage hat die Tina frei,

und malt dann an das Osterei ;-).

Dem Hasen hilft sie auch noch sehr

sonst find er gar die Kinder nimmermehr.

Ich wünsche euch entspannte Tage

ich komme wieder – keine Frage ;-).

 

 

 

Damit Kindern kein Flügel bricht

flügel kinderDas ist das Buch, dass alle Eltern, Lehrer sowieso und sonstige wichtigen Bezugspersonen von Kindern UNBEDINGT lesen sollten: Damit Kindern kein Flügel bricht“ von Nelia Schmid König, eine Kinder- und Jugendpsychiaterin. Erschienen ist das wichtige Buch im renommierten Kösel Verlag.

Der Untertitel lautet: Kindliche Verhaltensauffälligkeiten verstehen und ein gutes Familienklima fördern. Bringt es auf den Punkt. Der Fisch stinkt ja meist vom Kopf her 😉 …

Als Eltern sollten wir uns permanent hinterfragen, sind das jetzt wirklich Ansprüche, denen mein Kind gerecht werden kann? Oder übertrage ich eigene Wünsche auf mein Kind, die ich früher nicht erreicht habe, nicht erreichen konnte mangels Möglichkeiten? Euer Kind ist ein eigenes individuelles Wesen, es ist nicht die Mutter oder der Vater. Es hat möglicherweise völlige andere Interessen … es ist einfach nicht die Eltern. Euer Kind hat ein Recht auf sein eigenes selbständiges Leben. Es darf seine Erfahrungen selber machen. Reflektiert euch regelmäßig selbst, eine reine Seele (Stichwort: Psychohygiene) bringt eine Familie weiter als das Vergleichen mit anderen Kinder (genetisch gar nicht möglich, vergleicht doch mal Äpfel mit Birnen ;-)), das Bewerten, Erwarten, der Leistungsdruck, tut das euren Kindern nicht an … Es ist ohnehin nur noch eine Frage der Zeit, bis es an den Grundschulen dieses Landes keine Noten mehr gibt, kreative Lehrkräfte, die nicht wie Fließbandarbeiter all diese Lehrpläne mit Volldampf durchboxen müssen und am Ende ihrer Laufbahn selbst so ausgezehrt sind, dass sie sich nur auf ihre oder die Couch eines Psychiaters legen können. Das kann es doch nicht sein.

Als Kind wollte ich immer Lehrerin werden, ist mir aber spätestens in der 5. Klasse vergangen. Meine Grundschulzeit war noch schön und verspielt, wir hatten fast nie Hausaufgaben auf und durften auch von Anfang gleich richtig schreiben ;-). Leider hatte ich insgesamt fünf Lehrer in der 1. Klasse. Meine erste Lehrerin wurde krank und kam nicht mehr, die zweite schlug mich und wurde der Schule verwiesen, die bzw. der dritte war der Sportlehrer, er übernahm die Klasse bis Nr. 4 kurz da war. Nr. 5 blieb mir erhalten bis zur 2. Klasse … Und noch immer weiß ich die Namen, weiß wie die Lehrer aussahen, wie ich mich gefühlt habe etc. Es ist eine prägende Zeit, deshalb sollten unsere Kinder wundervolle Erfahrungen in der Grundschule sammeln dürfen und nicht gleich vom Leistungsdruck verschluckt werden. Es sind Kinder und keine kleinen Erwachsenen. Kinderseelen liegen mir sehr am Herzen, es ist eine sehr verantwortungsvolle Sache, Kinder in die Welt zu setzen und sie zu liebenswerten, fairen und vor allen Dingen glücklichen und zufriedenen Menschen zu erziehen. Wenn ich manchmal sehe, wie lieblos und wie nebenbei manche Kinder in einer Familie heranwachsen, bricht mir das Herz. Es gibt doch nichts Schöneres, als Kinder zu haben.

So nun schweife ich schon wieder vom Buchthema ab. Wie gesagt, das Buch ist sehr interessant, sehr ergiebig, man bekommt neue Impulse und viel Verständnis – gerade für „verhaltensauffällige“ Kinder … das Wort gefällt mir gar nicht … schon ist wieder eine Schublade auf. Jedes Kind das anders ist, ist eine Angriffsfläche für Kinder, die meinen, sie seien normal, weil sie in einem bewertenden und wir-sind-besser-Elternhaus groß werden – ja gibt es auch schon in der 2. Klasse … es ist nicht schön, das zu sehen … Zweitklässler, die eine 1 bekommen haben, machen sich über Kinder lustig, die eine 4 bekommen haben – hallo gehts noch? Und schadenfrohe Schubladen-Eltern, die das vor dem Kind kundtun, weil sie die Mutter oder den Vater des Vierer-Kindes nicht mögen. Kein Wunder, das deren Kinder dann andere Kinder hänseln … der ganz normale Wahnsinn … Wie gesagt: Die Gesellschaft von morgen …!!!

Fazit: Lest das Buch unbedingt, seid ihr selbst, stresst eure Kinder nicht und drückt ihnen nicht diesen Leistungsstempel in der Schule auf … was sind schon Noten? Zahlen, die von jemanden vorgegeben werden, um jemanden in Zahlen zu bewerten … ist doch Unfug … als würden die Lehrer eure Kinder kennen – niemand hat das Recht andere zu bewerten, wie soll man einen Menschen auch bewerten? Seid ihr im Job derselbe wie zu Hause? Wir schlüpfen doch täglich in die unterschiedlichsten Rollen – wie soll man jemanden genau kennen? Nicht mal wir selbst tun das – jedenfalls nicht alle … es wird besser, je älter und lebenserfahrerer wir werden 😉 … Wie viele unglaublich kreative und kluge Kinder werden durch die Benotung und ständige Bewertung und Überprüfung abgestempelt und verlieren irgendwann den Glauben, das Vertrauen in sich selbst … Seht hierzu weiter unten noch meinen weiteren Buchtipp zum Thema.

 

Vergesst nicht liebe Eltern, Großeltern und Lehrer:

Jedes Kind ist ein wundervolles und vollkommenes Wesen, wenn es geboren wird. Wir haben es in der Hand und wir sind in der Verantwortung, dieses vollkommene Wesen bedingungslos zu lieben, SO WIE ES IST! Und ja Kinder dürfen auch in der Schule kreativ sein, nur weil es so schwierig ist, Kreativität zu BEWERTEN, heißt es noch lange nicht dass es etwas schlechtes ist. Wie oft müssen sich Eltern in der Schule anhören, dass ihr Kind zu kreativ ist – hallo, kann man denn kreativ genug sein? Liebe Lehrer, seid mal realistisch: Kreativität ist meistens wichtiger als gute Noten. Habt ihr mal einen Einser-Kandidaten nach seiner Meinung – seiner eigenen Sicht auf die Dinge gefragt, oder was er gerne tut? Er wird das herunterleiern, was seine Eltern in solchen Situationen immer sagen oder was er im Spiegel gelesen hat, aber er wird möglicherweise (auch hier gibt es Ausnahmen, wir wollen ja hier nicht auch in Schubladen denken) nicht wissen was er meinen soll und möglicherweise auch nicht so genau wissen, was er gerne tut, weil man ihm das immer gesagt.

Deshalb ganz wichtig: Noten sind nicht alles. Niemand hat sich jemals so genau meine Noten angeschaut, wenn ich mich beworben habe, weil jeder Personalchef weiß, dass das Bewertungssystem hinten und vorne hakt. Es kommt auf die Persönlichkeit an, auf den ersten Eindruck, auf die Umgangsformen, auf das man selbst sein, auf Authentizität, wie man sich gibt, was man ausstrahlt, wie man kommuniziert, ob man einander in die Augen schauen kann und vieles mehr … Also vergesst das mit den Noten ganz schnell und setzt eure Kinder nicht unter Druck. Bis jetzt ist aus jedem etwas geworden … Dies gilt vor allen Dingen für die Grundschulzeit, denn dort wird der Grundstein gelegt, fürs weitere Lern-Leben … Zeigt euren Kindern kreative Möglichkeiten des Lernens, räumt ihnen ausreichend Zeit nach der Schule ein, KIND zu sein, denn das sind sie …

Wenn ich höre, dass eine Lehrkraft zu einer Mutter in der zweiten Klasse sagt, dass ihr Kind noch zu sehr Kind ist – dann frage ich mich doch: Hallo? Ist man mit sieben Jahren etwa kein Kind mehr? Das passt dann auch zur Erwartung mancher Eltern und Erzieher, dass Kinder schon mit einem Jahr selbstständig alles können müssen. Es ist ein Graus mancherorts was sich da abspielt. Ich sage nur, Eltern, bleibt stark, seid ihr selbst, liebt euer Kind, übernehmt die Verantwortung für euer Kind und seid immer ein liebevolles Nest in das eure Kinder gerne zurückkehren, wenn sie Halt brauchen. Hört auf euer Herz und nicht auf die Ratschläge fremder Leute, nur weil sie Lehramt, Pädagogik und Co. studiert haben. Ihr seid die Eltern, nicht die Gesellschaft, nicht der Staat etc. Tut was IHR für richtig haltet und haltet vor allen Dingen zu euren Kindern, denn das ist die GESELLSCHAFT VON MORGEN und die soll doch schön sein ;-).

Dazu noch ein persönlicher Buchtipp von mir:

Heidemarie Brosche: Warum es nicht so schlimm ist, in der Schule schlecht zu sein, erschienen im Goldmann Verlag.

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