Mein Weg zu mehr Gelassenheit

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Die von mir hochgeschätzte Alexandra Bischoff hat ein neues Buch gezaubert. Der Titel: „Mein Weg zu mehr Gelassenheit – Ein Impuls- und Notizbuch für Innere Stärke und Balance„, erschienen im Ellert & Richter Verlag.

Das kleine feine und sehr bezaubernde und verzaubernde Büchlein hat es mehr als in sich: Es ist eine kraftvolle und doch entspannte Anleitung, sich selbst wieder aus dem Stress zu befreien. Dabei ist es Lesebuch, Impulsgeber, Notizbuch, es umfasst viele kleine und feine Achtsamkeits- und Gelassenheitsgedanken und bietet Platz, die eigenen und wichtigen Empfindungen und Erkenntnisse zu notieren.

Das Buch ist sozusagen ein „Mini-Balancierkurs für die Seele“ (Anmerkung: Frau Bischoff hat bereits ein fabelhaftes und sehr empfehlenswertes Buch „Ich wünsche mir Gelassenheit. Ein Balancierkurs für die Seele“ geschrieben, meine Besprechung hierzu findet sich hier!).

Zu Beginn des magischen Buches findet sich eine hilfreiche Einführung in die Grundbegriffe der Selbststärkung. „Mein Weg zur Gelassenheit“ ist ein sehr persönlicher Ratgeber, uns selbst weiter zu entdecken und gelassener zu werden, bei allem, was wir tun und wie wir leben. Das Buch verwendet auch eine bestimmte Farbsymbolik, je nachdem was wir gerade brauchen steht z. B. die Farbe rot für kraftvolle „Powertexte“, also für mehr Energie, während die Farbe blau für „Positives Denken“ steht. Man kann also gezielt nach Impulsen suchen, diese nach der Reihe bearbeiten oder nach dem Zufallsprinzip das Buch wie ein „Buchorakel“ nutzen und täglich eine beliebige Seite aufschlagen.

Als Zusatzschmankerl bietet das Buch auch Mandalas zum Ausmalen, die beim Ausmalen auch achtsam entspannen – eine tolle Idee! Natürlich darf eine Hommage an die großartige Hermine Granger aus der großartigen Welt von „Harry Potter“ im letzten Kapitel auch nicht fehlen 😉 … Das hat mir als Harry-Potter-Fan sehr gut gefallen, ist doch Hermine auch meine Lieblingsfigur 😉 …

Das glückliche machende und sehr hübsch gestaltete zarte Büchlein bietet viel Platz zur eigenen Selbstreflexion und passt in jede Handtasche – also keine Ausreden, einfach anfangen und gelassener werden mit Freude ;-)!

Fazit: Ein feines, kleines, zartes, bereicherndes, sehr kraftvolles und liebevoll aufgemachtes Powerbuch für die Seele. Für mehr Gelassenheit, innere Stärke und Balance! Ein Impuls- und Notizbuch, das sicher viele Menschen glücklich machen wird und auch motivieren wird, einen Weg der Gelassenheit zu gehen – für ihren Körper und für ihre Seele! Absolut empfehlenswert, auch als Weihnachtsgeschenk für Menschen, die uns am Herzen liegen und auch für Fantasyliebhaber, denn dann und wann blitzt die Liebe der Autorin zur Fantasywelt hindurch, was mir supergut gefallen hat ;-)!!! Also: Ab in den nächsten Buchladen … 😉 oder die Autorin direkt anschreiben, denn dort bekommt man auf Wunsch auf Bücher mit persönlicher Widmung der Autorin – eine tolle Weihnachtsgeschenk-Idee! Ich liebe dieses Buch!

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Wie Sie den Schwedenkrimi des Jahrhunderts schreiben

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So ein witziges und in der Form noch nie gesehenes Buch habe ich noch nicht gelesen! Henrik Lange hat mit „Wie Sie den Schwedenkrimi des Jahrhunderts schreiben“ einen wahrlich herausragenden Leseschmaus kreiert! Das Buch ist sicher kein Ratgeber im herkömmlichen Sinn, es ist eher eine witzige Abhandlung über das Schreiben erfolgreicher Schwedenkrimis anhand von bereits erfolgreichen Schwedenkrimis exemplarisch dargestellt … So beschreibt Henrik Lange den typischen Kommissar schon auf dem Cover 😉 … wer da nicht an Henning Mankell denkt 😉 … Der Autor selbst ist Comiczeichner, was man gar nicht merkt 😉 und Autor, der in Göteborg lebt.

Das Buch erzählt am Beispiel von Åke, einem typischen, schwedischen Kommissar, der einen Mord aufklären muss. Jedoch erzählt dies Henrik Lange nicht in Romanform, sondern er zeichnet das Geschehen und nutzt nur wenige kurze Erklärungen, um die Handlung darzustellen. Die Zeichnungen empfand ich als sehr authentisch mit einer großen Liebe zum Detail. So steht Kommissar Åke exemplarisch für alle Klischees eines typischen Schwedenkrimis!

Fazit: Prädikat sehr witzig, wertvoll und absolut empfehlenswert. Ein tolles Geschenk auch für Schwedenkrimi-Liebhaber – zum Schmunzeln! Sehr komisch und sehr liebevoll aufgemacht! Ich kann es nur empfehlen und für die Buchnotizen ist es der Juli-Kracher schlechthin! Also: Auf zum nächsten stationären Buchladen und zahlreich verschenken – eines solltet ihr jedoch für euch behalten ;-)!

 

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Isabel Bogdan: Der Pfau

 

51MkDtJx5uLIsabel Bogdan hat mit ihrem Buch „Der Pfau“  einen subtil komischen, sehr elegant britischen Roman geschrieben, der mir sehr gut gefallen hat.

Auf dem schottischen Landsitz von Lord und Lady McIntosh spielt ein Pfau während eines Seminares zur Teambildung einer Gruppe von Londoner Bankern verrückt und sorgt für mächtig Ärger. Die Bankangestellten nebst Chefin bekommen davon jedoch nichts mit und fühlen sich in der schottischen Langeweile sehr unwohl, was nicht nur an der Kälte in den Räumen dort liegt sondern auch an den zu bewältigenden Teamaufgabe einer Psychologin. Sie versuchen sich so gut es geht mit allem zu arrangieren.

Der erste Satz:

„Einer der Pfauen war verrückt geworden. Vielleicht sah er auch einfach nur schlecht, jedenfalls hielt er mit einem Mal alles, was blau war und glänzte, für Konkurrenz auf dem Heiratsmarkt.“

Isabel Bogdan erzählt mit wunderbar britischem Humor, heiter und in einem zauberhaften Schreibstil über dieses Wochenende in den schottischen Highlands. Die mitwirkenden Charaktere sind allesamt liebenswert und eigentümlich und very british ;-).

Im Zentrum der komödiantisch anmutenden Geschichte steht ein Pfau, der mit seinem Ableben sehr viele kuriose Begebenheiten ins Rollen bringt. Wie er genau gestorben ist, das weiß nicht jeder der Anwesenden auf dem schottischen Landgut.  Doch die subtilen Schuldzuweisungen innerhalb der Gemeinschaft lesen sich sehr schön, auch weil sich die Teilnehmer des Seminars und auch die sonst immer Anwesenden auf dem Landsitz sehr verdächtig verstricken.

Herrlich fand ich die Gespräche der Personen aus und auch wie sie miteinander umgehen. Die Autorin braucht nicht viele Worte, um ein zauberhaftes britisches, subtiles Flair entstehen zu lassen. Und auch das überraschende Ende, herrlich ausgestattet mit einer Portion britischer Ironie und Humor ist gnadenlos gelungen.

Fazit: Ein gelungenes Debüt mit zauberhaften, unvergesslichen Charakteren und herrlichem britischen Humor, subtil, zart, feinsinnig und unglaublich unterhaltsam! Bitte unbedingt lesen!

 

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Carina Herrmann: Meerblick statt Frühschicht

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Was für ein spannendes Buch hat Carina Herrmann mit „Meerblick statt Frühschicht – Warum ich losreisen musste, um bei mir selbst anzukommen“ da geschrieben.

Innerhalb eines Tages habe ich es regelrecht verschlungen, so lebendig schreibt die Autorin. Ich war richtig traurig, als ich es zu Ende gelesen habe und fragte mich, ob es wohl noch weitergeht?

Die erfolgreiche Reisebloggerin und Online-Unternehmerin schreibt über ihre Anfänge unterwegs in der großen weiten Welt. Atemlos las ich ihre spannende Geschichte, wie Carina ihren Job als Kinderkrankenschwester hinwarf, um für einige Monate in Australien zu arbeiten. Auch ihre Schilderungen von der Kinderkrebsstation, die sie rückblickend nochmals durchlebt, nachdem sie so langsam bei sich angekommen ist, waren sehr traurig zu lesen. Kein einfacher Job für eine junge Frau! Respekt!

Mutig zieht Carina Herrman also los, nachdem sie ihren Job gekündigt hat, ihren Besitz verkauft hat, einige Kisten mit Sachen, von denen sie sich (noch) nicht trennen kann, Australien zu entdecken. Im Flugzeug sitzend, freut sie sich wie ein kleines Kind, dass sie eine Sitzreihe für sich hat und kommt so locker und fröhlich auf dem fünften Kontinent an. So langsam realisiert sie, dass sie in Sydney angekommen ist … Sie lernt viele Menschen kennen, bereist Australien, trifft eine Freundin fürs Leben, arbeitet als Promoterin und in der Altenpflege. Lernt die kulturellen Unterschiede kennen, feiert ihren Geburtstag auf Bali und fliegt nach einem Jahr und voller Eindrücke zurück nach Deutschland. Als völlig neue Person. Mehr möchte ich nicht verraten, nur so viel: LEST DIESES BUCH! Es ist fabelhaft geschrieben und ich wünsche, dass viele Menschen es lesen werden!

Fazit: Eine sehr persönliche Schilderung, von einer, die auszog, die Welt und sich selbst zu entdecken! Absolute Lese-Empfehlung, sehr lebendig und spannend geschrieben mit 15 tollen Farbfotos! Das Buch strömt einen unablässigen Sog nach Freiheit und Veränderung aus, schürt die Sehnsucht nach fernen Welten und regt zum Nachdenken über sich selbst an! Vielen lieben Dank, liebe Carina für dieses wundervolle Buch – ich hoffe, du schreibst weiter ;-)!

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Juli Zeh: Unterleuten

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Juli Zeh hat mit ihrem neuen Buch „Unterleuten“ ein grandioses Stück Gesellschaftsgeschichte der Gegenwart geschrieben.

Unterleuten ist ein kleines Dorf in Brandenburg, nur knapp eine Stunde von Berlin entfernt. Dort können Städter die Ruhe und die Natur genießen. Und genau das tut Prof. Dr. Gerhard Fließ, der seiner Unilaufbahn den Rücken kehrt, um in der Vogelschutzwarte dort zu arbeiten, um die vom Aussterben bedrohten Kampfläufer (die auch auf dem Cover abgebildet sind) zu schützen. Mit dabei sind seine Frau Jule und das Baby. Auch lesen wir von Linda und ihrem Freund Frederik, die gemeinsam Pferde züchten möchten. Also fünf (mit Baby ;-)) zugezogene Städter in der tiefsten Provinz. Wie immer tragen diese natürlich ihre weltmännisch und großstädtisches Gehabe zur Schau, was den Unterleutern erst einmal nicht gefällt. Herrlich idyllisch ;-).

Auf einer Bürgerversammlung wird bekannt, dass eine Investmentfirma am Ort und drumherum Windkraftanlagen bauen wollen. Unklar ist, auf wessen Grundbesitz das ganze stattfinden soll. Nun ist es vorbei mit der Idylle im 250-Seelen-Dorf Unterleuten. Die Bewohner rüsten sich zum Kampf und so kommen längst vergangene und verdrängte Emotionen, Streitigkeiten, alte Verletzungen etc. hervor … Auch die zugezogenen Städter verstricken sich immer mehr in ein intrigantes Spiel, um das Bauprojekt für sich zu nutzen … Das scheint das Ende der Dorfgemeinschaft in Unterleuten …

Ich mag die Schreibe von Juli Zeh sehr gerne, habe alle ihre Bücher gelesen und auch mit „Unterleuten“ ist ihr grandiose Literatur gelungen. Klar schreibt sie über eine Dorfgemeinschaft, eine Gesellschaft, die aus Gewinnern und Verlieren, Alten und Jungen, Ost- und Westdeutschen, Städtern und Ländlern … Sie zeigt, was Gier mit den Menschen macht und Gründe, warum ein Mensch seine selbstgesteckten moralischen Grenzen überschreitet.

Fazit: Ein bilanzziehender Gesellschaftsroman, der brandaktuell ist. Formvollendet geschrieben, kein Satz ist zuviel oder zu lang, perfekt seziert sie unsere Gesellschaft mit all ihren unterschiedlichen und gegensätzlichen Facetten. Ein großer Roman über die Schwächen der Menschen – unter Leuten eben ;-)! Absolut und uneingeschränkt lesenswert!

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Verena Friederike Hasel: Lasse

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Warnung: Dies ist kein rosarotes, watteweiches Buch mit einer positiven Geschichte über das Muttersein und hat auch kein bemerkenswertes Ende.  In „Lasse“ erzählt Verena Friederike Hasel die verstörende Geschichte einer jungen Frau, die Mutter wird und die diese Erfahrung völlig aus der Bahn wirft, aufgrund ihrer eigenen Geschichte. Erzählt wird die Geschichte von Nina, einer jungen Studentin, die unverhofft Mutter wird. Ihr Freund möchte nichts mehr von ihr wissen, weil sie eine anklammernde und mehr als instabile, schon pathologische Persönlichkeit ist. Nina spürt, dass sie ihr Kind nicht so lieben kann, wie sie es tun sollte. Sie sucht Anschluß zu anderen Müttern, geht in spezielle Cafes und Kurse. Doch es gelingt ihr einfach nicht. Ihr Freund wendet sich von ihr ab, lässt sie hängen (er war jedoch vor der Schwangerschaft schon nicht allzu begeistert von ihr). Sie beneidet die Frauen, die liebevoll mit ihren Kindern umgehen, sie einfach nur lieben können. Nina zieht sich immer mehr von der Außenwelt, vom Leben, von der Realität zurück und konzentriert sich nur noch auf ihren kleinen Sohn – mit fatalen Folgen …

Fazit: Nichts für schwache Nerven! Ein sehr verstörendes, beklemmendes, aber auch packendes Buch über die Abgründe des Mutterseins, dass man nicht aus der Hand legen kann. Am Ende war ich sehr verstört und traurig, habe aber nichts anderes erwartet …. Unbedingt lesen, um verstehen zu können!

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Shirley Seul: Das Leben ist keine To-do-Liste

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In Shirley Seuls neuem Buch „Das Leben ist keine To-do-Liste“ geht es in witziger Art und Weise um unseren Faible zur listenhaften Planung unseres Lebens und der damit einhergehenden schwindenden Lebensqualität. Ja, werden Sie jetzt fragen, was hat denn meine Lebensqualität mit meiner To-do-Liste zu tun? Ja der Verlust der Freiheit, das zu tun, was wir eigentlich gerade lieber täten, nur nicht die Häkchen an einem To-do setzen ;-)… Möglicherweise hätten Sie gerade lieber Lust einfach nur mal eine Viertelstunde in den Himmel zu starren, müssen aber gleich los, die bestellten Sachen beim Metzger abzuholen, weil der von 12-14 Uhr Mittagspause macht und geschlossen hat. Oder Sie verkneifen sich die Lust auf eine kurze Pause barfuß im Garten, weil sie dann möglicherweise eine wichtige E-Mail nicht schreiben könnten oder noch viel schlimmer, nicht sinnlose Zeit online in den sozialen Netzwerken abhängen könnten und sich über die hohlen Kommentare der Community ärgern könnten … Das Mantra des Buches lautet: Nicht to-do, sondern to-be ;-)! Also liebe Leser weg vom Tun (Stress) und hin zum Sein, nicht immer, aber über den Tag verteilt mal hin und wieder … das lässt uns wieder durchatmen und wir lernen uns wieder, unseren Bedürfnissen zu lauschen und nicht von unseren To-dos wie fremdgesteuert durch den Alltag zu bewegen …

Fazit: Ein witziges, inspierierendes, motivierendes Buch, das den Fokus auf das Sein – das to be legt … Ein super Geschenk für alle To-do-Listen-Liebhaber und Viel-Tuer ;-)! Für alle Stressgeplagten und überhaupt 😉 …

 

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